Antworten zu Erziehungsfragen

(Fotos: KEB)

Als Auftakt bei der Veranstaltung der KEB unserer Seelsorgeeinheit in Ummendorf zum Thema „WERTvoll erziehen“ sammelte Björn Held, Familienbeauftragter des Dekanats, Fragen und Probleme der Teilnehmer. Zu einem ausgesuchten Bild konnte jeder erklären, welche Werte es für ihn symbolisiert. Eine emotional und geistig motivierende Aktion.

Eine PowerPoint-Tabelle zeigte, welche Werte derzeit in Deutschland, je nach Alter und ideeller und politischer Einstellung, gefragt sind. Die Definition von Werten ergab nach Held folgende Merkmale: Sie sind Wegweiser, sind bewährt, letztlich religiös verwurzelt und motiviert, schaffen Identität und müssen gelebt werden.

Das christliche Wertefundament ist die Liebe, als Liebe zu Gott, zum Nächsten, aber auch zu sich selbst und zur Schöpfung. Der Kompass dazu sind die Zehn Gebote.

Die Entwicklung der Werte in der Erziehung führt in Stufen an verschiedenen Orten und durch verschiedene Akteure von der Fremd- zur Selbstbestimmung.

An Beispielen konkretisierte im zweiten Teil des Abends Montesori-Pädagogin Sabine Laub, was in der Erziehung besonders beachtet werden muss.

Manche Eltern sind oft im Zwiespalt zwischen zu viel Sorge und genügend Freiheit für das Kind, damit es selbst Erfahrungen macht und seine Identität entwickeln kann. Ein Kind muss fühlen, dass die Eltern präsent sind, auch wenn sie nicht ununterbrochen ein wachsames Sorgen praktizieren. Das gibt psychische Sicherheit und stärkt zugleich die Fähigkeit zur Selbstsorge.

Es gibt Verhaltensweisen, die man bei der Erziehung einfach nicht akzeptieren kann. Psychische und physische Gewalt ist als Reaktion ausgeschlossen.

Kompromisse wären im nächsten Schritt wichtig, was Ermahnungen nicht ausschließt. Es gibt aber Verhaltensweisen mit Spielraum, die verhandelbar sind. Positive Verhaltensweisen auf beiden Seiten wirken den Problemen entgegen. Ganz wichtig sind Beziehung gestaltende Elemente wie gemeinsame Aktivitäten und dass Eltern auch Fehler eingestehen. Auch kleine Gesten können manchmal Wunder wirken.

Ein Zitat von Ernst Ferstl rundete den Abend ab: „Werte sind wertlos, wenn sie lieblos sind.“

Mit kleinen Aufmerksamkeiten bedankte sich KEB-Vorsitzende Isolde Wiest bei Sabine Laub und Björn Held.